Gesundheit
Diphteriefälle wurden gemeldet. Zecken kommen während der Sommermonate in den Wäldern mancher Gebiete vor. Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen. Für ausländische Studenten und Stipendiaten ist ein negativer HIV-Test erforderlich. Gesundheitsvorsorge: Medizinische Versorgung von hohem Standard ist im ganzen Land gewährleistet. Bei Erkrankung oder Unfall gilt das deutsch/österreichisch-finnische Sozialversicherungsabkommen. Es beinhaltet die kostenlose ambulante Versorgung in den in Finnland üblichen Gesundheitszentren (Terveyskeskus) und Polikliniken. Das Formular E 111 gilt, es muß beim Arztbesuch vorgelegt werden. In städtischen und regionalen Krankenhäusern sind die Behandlungskosten zunächst vom Patienten zu begleichen. Die Rechnung kann jedoch bei der eigenen Krankenversicherung zur Erstattung eingereicht werden. Neben dem öffentlichen Gesundheitssystem gibt es niedergelassene Ärzte. Die Kosten einer Untersuchung und Behandlung durch einen freipraktizierenden Arzt müssen zunächst selbst bezahlt werden. Ein Teil der Kosten wird unter Vorlage der Rechnung bei der finnischen Sozialversicherungsanstalt (Kansaneläkelaitoksen Paikallistoimisto - KELA) erstattet. Zahnarztrechnungen müssen in voller Höhe vom Patienten getragen werden. Die Notrufnummer in Finnland ist 112, die landesweite Gesundheits-Info-Hotline erreicht man rund um die Uhr unter der Rufnummer 10023. Die Rufnummern regionaler Notdienste können im Hotel erfragt werden. Schweizern wird der Abschluß einer Reisekrankenversicherung empfohlen. Im Sommer ist Mückenschutz ratsam. Arzneimittel: Patienten bezahlen für Arzneimittel, die nicht mehr als 8,40 € kosten, den vollen Betrag selbst. Bei Beträgen über 8,40 € werden 50% erstattet. Die Apotheke in der Mannerheimintie 96 in Helsinki ist durchgehend geöffnet (Tel: (0203) 2 02 00). |