Gesundheit
[1]: Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind und aus Infektionsgebieten kommen. Die folgenden Länder und Regionen werden als Infektionsgebiete betrachtet: Afrika: Angola, Äquatorialguinea, Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d’Ivoire, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo (Rep.), Kongo (Dem. Rep.), Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Ruanda, Sambia, São Tomé & Principe, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sudan (südlich des 15. Breitengrades; Besucher, die ohne Impfschein einreisen, müssen eine von einer sudanesischen Behörde ausgestellte Bescheinigung vorlegen, die bestätigt, daß sie sich innerhalb der vergangenen sechs Tage nicht südlich des 15. Breitengrades aufgehalten haben), Tansania, Togo, Tschad, Uganda und die Zentralafrikanische Republik. Sonstige: Belize, Bolivien, Brasilien, Costa Rica, Ecuador, Französisch-Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Peru, Suriname, Trinidad & Tobago und Venezuela. Flugreisende, die aus diesen Ländern kommen und nicht im Besitz einer Impfbescheinigung sind, dürfen bis zum Weiterflug das Flughafengelände nicht verlassen. [2]: Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion ist jedoch nicht auszuschließen. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. [3]: Plasmodium vivax und die gefährlichere Form Plasmodium falciparum können von Juni bis Oktober in der Region um Al Faiyoum (Nil-Oase) auftreten. In Alexandria und Kairo besteht kein Malaria-Risiko. [4]: Leitungswasser ist normalerweise gechlort und relativ sauber; Durchfallerkrankungen und leichte Magenverstimmungen können jedoch auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthalts empfiehlt es sich daher, abgefülltes Wasser zu trinken, welches überall erhältlich ist. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Dosenmilch oder Milchpulver nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte müssen aus abgekochter Milch hergestellt sein. Außerhalb der Städte sollte Trinkwasser vorsichtshalber abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Fisch- und Fleischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Obst sollte geschält und Gemüse gekocht werden. Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor (vor allem im Nildelta, Niltal und im Suezkanal-Gebiet), das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich. Hepatitis A und B kommen vor, Hepatitis E ist endemisch. Vorsichtsmaßnahmen gegen Hepatitis und Diphterie sind ratsam. Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können vorkommen. Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Für Arbeitserlaubnis ist ein negativer HIV-Test erforderlich. Gesundheitsvorsorge: Krankenhäuser und Apotheken stehen Besuchern vor allem in den Großstädten und Urlaubsgebieten zur Verfügung. Die ärztliche Versorgung, insbesondere außerhalb Kairos, entspricht jedoch nicht europäischem Standard. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird dringend empfohlen. |