Italien
Reiseverkehr - National

FLUGZEUG: Alitalia (AZ) und andere Fluggesellschaften fliegen alle größeren Städte des Landes an. Es gibt über 30 Flughäfen. Nähere Auskünfte erteilen die Fluggesellschaften oder das Fremdenverkehrsamt ENIT (s. Adressen).

SCHIFF: Italiens wichtigste Hafenstädte sind Genua, Venedig, La Spezia, Neapel, Messina, Bari, Pescara, Ancona, Triest, Palermo, Catania, Livorno und Brindisi. Zahlreiche Auto- und Passagierfähren verbinden die Hafenstädte ganzjährig.

Fähren: Fähren und Tragflächenboote fahren regelmäßig zu den Inseln Capri, Elba, Giglio, Sardinien (Sardegna), Sizilien (Sicilia) und zu den Äolischen Inseln. Es gibt auch Verbindungen entlang der Küste.

BAHN: Das Schienennetz der Italienischen Staatsbahnen Ferrovie dello Stato (FS) (Internet: www.fs-on-line.com) umfaßt fast 16.000 km, über die Hälfte der Schienenwege sind elektrifiziert. Die Fahrpreise sind niedrig und richten sich nach der Entfernung. Es gibt viele preisgünstige Sonderfahrkarten; die Italy Railcard, die nur an nicht in Italien ansässige Personen verkauft wird, berechtigt zu unbegrenzten Fahrten auf dem gesamten Netz der FS. Die Karte ist wahlweise für 8, 15, 21 und 30 Tage erhältlich. Die Italy Flexicard funktioniert ähnlich wie die Italy Railcard, sie gilt für 4, 8 oder 12 Tage innerhalb eines Zeitraums von einem Monat. Neben der Staatsbahn gibt es mehrere regionale Eisenbahngesellschaften, deren Züge vor allem auf Kurz- und Schmalspurstrecken fahren. Von Palermo und Catania/Siracusa auf Sizilien gibt es regelmäßige Verbindungen zum italienischen Festland. Auf Sardinien verkehren täglich mehrere Züge zwischen Cagliari, Porto Torres und Olbia. EURO DOMINO-Netzkarte und InterRail-Paß gelten. Einzelheiten s. Deutschland.

BUS/PKW: Das italienische Straßennetz hat eine Länge von über 300.000 km mit mehr als 6000 km Autobahn. Die Benutzung der Autobahnen ist gebührenpflichtig (ausgenommen die Strecken Salerno – Reggio Calabria, Palermo – Catania und Palermo – Mazara del Vallo). Zahlreiche Tankstellen schließen zwischen 12.00 und 15.00 Uhr, man sollte sich vorher nach den regionalen Öffnungszeiten erkundigen. Bleifreies Benzin ist an fast jeder Tankstelle erhältlich. Informationen über das italienische Straßennetz sind auch von der Società Autostrade (Internet: www.autostrade.it) erhältlich.
Die ADAC-Auslands-Notrufstation in Mailand bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und Unfallschutzes Hilfeleistungen bezüglich Hotels, Mietwagen, Fahrzeug- oder Krankenrücktransporte. Die Notrufstation ist rund um die Uhr besetzt (Tel: (02) 66 15 91. Internet: www.adac.de).


Pkw: Es gibt Autoreisezüge der italienischen Eisenbahn. Weitere Einzelheiten vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen) oder dem ADAC und anderen Automobilclubs.

Verkehrsbestimmungen: Höchstgeschwindigkeiten: 50 km/h in geschlossenen Ortschaften, 80 km/h (mit Anhänger) bzw. 90 km/h auf Landstraßen und 130 km/h auf Autobahnen (110 km/h für Pkw unter 1100 ccm). Alle Fahrzeuge müssen ein rotes Warndreieck mitführen. Straßenbahnen haben Vorfahrt. Parkverbot an schwarz-gelb markierten Bordsteinen. Anschnallpflicht.

Anmerkung: Strafmandate aller Art müssen sofort bezahlt werden. Die Strafen für Geschwindigkeitsübertretungen sind sehr hoch.

Pannendienst: Unter der Rufnummer 116 zu erreichen, Standort, Wagennummer und Wagentyp angeben. Privates Abschleppen ist auf italienischen Autobahnen verboten.

Fernbus: Langstreckenbusse verkehren zwischen Ortschaften und Städten. Die regionalen Busliniennetze sind sehr gut, auch auf Sardinien und Sizilien. In abgelegeneren Gebieten sorgen Bahnen und Busse für ausreichende Verbindungen – man sollte sich jedoch immer nach den Fahrplänen erkundigen, da manche Busse nur frühmorgens und abends verkehren und der Betrieb sonntags mitunter stark eingeschränkt ist.

Mietwagen: Können in fast allen Städten und Urlaubsorten von italienischen und internationalen Verleihfirmen gemietet werden. Preise und Konditionen sind unterschiedlich. Die örtlichen Mietwagenfirmen bieten in der Regel günstigere Preise. Viele Mietwagenagenturen haben Schalter am Flughafen oder Informationsstände in Hotels. Avis, Europcar, Hertz und Maggiore findet man in Rom. Unterlagen: Die Internationale Grüne Versicherungskarte oder ein gleichwertiger Versicherungsnachweis für Pkw oder Boot muß mitgeführt werden. Der Abschluß einer Kurzkasko- und Insassen-Unfallversicherung wird wegen der niedrigen Deckungssummen empfohlen. Fahrzeugpapiere müssen mitgeführt werden; ist das Fahrzeug nicht Eigentum des Fahrers, so muß dieser im Besitz einer Benutzungsvollmacht sein. Nationaler Führerschein (rosafarbener EU-Führerschein) und nationale Zulassung ausreichend. Motorräder können ohne besondere Zollformalitäten vorübergehend eingeführt werden. Ein Führerschein oder Motorradführerschein wird für Motorräder über 49 ccm benötigt.

STADTVERKEHR: Alle Städte und Großstädte (Rom, Mailand, Neapel, Turin, Genua und Venedig) haben ein gutes öffentliches Nahverkehrssystem. U-Bahn (Metropolitana): In Rom gibt es zwei U-Bahnlinien. Die Linie Metropolitana A führt von der Via Ottaviano über Stazione Termini zur Via Anagnina, die Linie Metropolitana B verkehrt zwischen der Haltestelle Stazione Termini und dem Messegelände (EUR, Via Laurentina). Mailand und Turin haben ebenfalls eine U-Bahn. Straßenbahn: In Rom gibt es acht Straßenbahnlinien, das Liniennetz umfaßt 28 km. Mailand, Neapel und Turin haben ebenfalls ein Straßenbahnnetz. Bus: Buslinien verkehren in allen Städten und Großstädten. Das umfangreiche Busliniennetz in Rom wird durch U-Bahn und Straßenbahnen ergänzt. Fahrkarten gelten für alle öffentlichen Verkehrsmittel und ermöglichen es dem Fahrgast, innerhalb von 75 Minuten beliebig oft umzusteigen. Tages- oder Wochenkarten kann man von Fahrkartenautomaten am Straßenrand, an Haltestellen oder auf Bahnhöfen lösen. Informationen sind vom Informationsbüro der ATAC-Auskunftsstelle gegenüber dem Bahnhof Stazione Termini erhältlich. In einigen Städten fahren auch Oberleitungsbusse. In den größeren Städten kauft man die Fahrkarten in der Regel vor Fahrtantritt am Automaten oder in Geschäften. Im Bus entwertet ein Automat die Fahrscheine. Sammelfahrscheine (Heftchen mit fünf Fahrscheinen) können ebenfalls im voraus gekauft werden. In den meisten Städten gibt es einen Einheitstarif. Taxi: In Rom sind Taxis teuer, und es wird ein Zuschlag für Nachtfahrten, Gepäck und telefonische Bestellung berechnet. Die Tarife sind auf einer Liste mit englischer Übersetzung verzeichnet. Taxis können an bestimmten Sammelstellen gestoppt oder telefonisch bestellt werden. Taxis ohne Taxameter benutzt man besser nicht. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld, die Rechnung sollte aber aufgerundet werden. Stadtrundfahrten: Auf einer Stadtrundfahrt erhält man einen Eindruck der vielen Sehenswürdigkeiten. In Rom kann man auch in einer Pferdekutsche durch die Stadt fahren. In Venedig können Besucher in gemieteten Booten oder Gondeln die Kanäle der Stadt befahren – öffentliche Fähren sind allerdings billiger.

FAHRZEITEN: Von Rom zu den anderen größeren Städten Italiens (ungefähre Angaben in Std. und Min.):


FlugzeugBahnBus/Pkw
Florenz0.452.302.30
Mailand0.656.006.00
Venedig0.656.306.00
Neapel0.452.302.00
Palermo0.6014.3010.00
Cagliari0.55--
 
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