Wallonien - Die ArdennenDiese Region ist für ihre Seen, Flüsse, Wälder und Höhlen bekannt; ebenso für gute Küche. Die Maas/Meuse fließt durch viele malerische Urlaubsorte: Annevoie mit seiner imposanten Burg und den herrlichen Gärten, Godinne und Profondeville (gute Wassersportmöglichkeiten), Namur (Kathedrale, Zitadelle, viele Museen) und Liwith (Kirchen, Museen). Der Semois durchfließt das geschäftige Arlon und die Kleinstadt Florenville. Ganz in der Nähe liegen die Ruinen der Abtei Orval und Bouillon mit seiner hoch über der Stadt gelegenen Festung. Das Amblève-Tal ist eines der eindrucksvollsten der Ardennen, und die Höhlen im Fond de Quarreux ziehen jährlich viele Touristen an. Interessant ist ein Ausflug zur Marveilleuse-Grotte bei Dinant und zur Höhle bei Remouchamps. Auch ein Abstecher zu den prähistorischen Höhlen bei Spy, Rochefort, Hotton und Han-sur-Lesse (unterirdischer See) lohnt sich. Die Urgeschichte des Menschen wird in Couvin lebendig. In einer der Höhlen ist ein Museum der Frühgeschichte untergebracht. Die sieben Höhlen von Goyet bei Gesves sind eine der bedeutendsten prähistorischen Siedlungen Europas und bilden ein einzigartiges unterirdisches Museum. Anschaulich wird gezeigt, wie der Alltag der Menschen von Neandertal und Cromagnon aussah. Saint-Hubert bietet interessante Museen, eine beeindruckende Basilika (Barockfassade, gotisches Interieur) und einen nahegelegenen Wildpark mit Wanderwegen. Sehenswert in La Roche-en-Ardenne sind vor allem die Ruinen einer Schloßanlage der fränkischen Könige. Fundstücke deuten darauf hin, daß hier schon in der Jungsteinzeit Menschen lebten. Auf der Ourthe sind Kajakfahrten und Rafting beliebt. Liège (Luik/Lüttich) (Internet: www.liege.be) ist eine Industriestadt an der Meuse (Maas) und Verkehrsknotenpunkt. Viele historische Gebäude erinnern an die bewegte tausendjährige Geschichte. Die Abteikirche St. Jakob und die romanische St. Bartholomäus-Kirche, die St. Pauls-Kathedrale, deren Grundstein im 10. Jahrhundert gelegt wurde, das Rathaus (18. Jh.), und der St. Lambert-Platz mit dem Perron-Brunnen gehören zu den Wahrzeichen der Stadt. Sehenswert sind außerdem das Curtius-Museum (Münz- und Porzellansammlung, Möbel) und das Museum für moderne Kunst, in dem u.a. Werke von Corot, Monet, Picasso, Gaugain und Chagall zu sehen sind. Tournai wurde in gallisch-römischer Zeit gegründet und ist eine der ältesten Städte des Landes. Wie viele belgische Städte wurde auch Tournai in beiden Weltkriegen zerstört. Einige bedeutende Bauwerke blieben jedoch unbeschädigt, andere wurden sorgfältig restauriert. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale von Notre Dame (12. Jh.), der Glockenturm, die Pont de Trous über die Schelde, die einen Teil der alten Stadtbefestigung bildete, das Museum der Schönen Künste und die eindrucksvolle Burg von Antoing, deren älteste Teile aus dem 5. Jahrhundert stammen. Auf dem Gelände des Château Beloeil, 28 km außerhalb der Stadt, liegt Minibel. Hier kann man das Brüsseler Rathaus, das Grand Palais, den Glockenturm von Brügge, die Coo-Wasserfälle und viele andere belgische Sehenswürdigkeiten im Kleinformat bewundern.
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