Finnland
Helsinki und Umgebung

Helsinki wurde 1550 vom schwedischen König Gustav Wasa gergründet. Der 700 Jahre währende schwedische Einfluß hinterließ deutliche Spuren. Das alte Holzzentrum wurde mehrere Male zerstört und wieder aufgebaut, existiert aber heute nicht mehr. Ein Merkmal aus dieser Zeit sind die Mauern der Suomenlinna Festung (18. Jh.). Nach der Eroberung Finnlands durch das russische Zarenreich wurde Finnland zum unabhängigen Großherzogtum – unter der Herrschaft des russischen Zaren. 1812 erfolgte der Wendepunkt in der Stadtgeschichte: Helsinki wurde zur Hauptstadt ernannt. Das Verwaltungs- und Kulturzentrum ist der Senatplatz. Der Regierungspalast befindet sich auf der einen Seite des Platzes, die Universität auf der anderen und auf der dritten die Kathedrale, die den Platz dominiert.

Helsinki und die Städte Espoo, Vantaa und Kauniainen liegen in einem Gebiet von 800 qkm, das nur zur Hälfte bebaut ist. Die andere Hälfte besteht aus Parkanlagen, Wäldern, Küstenstreifen und Seen mit ländlichem Charakter. Immer wieder stößt man auf historische Kirchen, alte Herrenhäuser und auch auf moderne Bauwerke berühmter finnischer Architekten des 20. Jahrhunderts. Die Dipoli-Halle der Technischen Universität in Otaniemi, die Kongreß- und Konzerthalle Finlandia und die Temppeliaukio Kirche sind international bekannte Meisterwerke moderner Architektur. Aber auch Bauwerke aus der Romantik sind zu finden, wie z. B. der Bahnhof, das National-Theater und das National-Museum.

Helsinki ist ein pulsierendes Kunstzentrum mit drei Symphonieorchestern: die Helsinki Philharmoniker, das Radio Symphonieorchester und das Nationale Orchester der Oper. Das neue Opernhaus ist eine wichtige Kulturbereicherung, Liebhaber von Unterhaltungsmusik kommen auch auf ihre Kosten. Jährlicher Höhepunkt ist das Helsinki Festival. Viele Galerien und Museen bieten eine Auswahl an Ausstellungen, die beliebtesten davon sind in der Nationalgalerie und dem Ateneum und Museum Zeitgenössischer Kunst zu finden. Das Sederholm-Haus ist das älteste Steingebäude der Stadt. Hier erhalten Besucher einen Einblick in das Leben eines wohlhabenden Kaufmannes der Stadt Helsinki im 18. Jahrhundert. Mitbringsel wie Keramik, Glaswaren, Schmuck und Möbel gibt es in den Einkaufsstraßen Iso Roobertinkatu (Fußgängerzone), Pohjoisesplanadi, Kaisaniemenkatu, Aleksanterinkatu, Fredikinkatu, Korkeavuorenkatu und Mannerheimintie. Auf der Insel Korkeansaari befindet sich Helsinkis Zoo, der das ganze Jahr über geöffnet ist und in dem Tiere aus Gebirgsgegenden und der Arktis, wie beispielsweise Schneeleoparden und Moschusochsen, zu sehen sind. Im Seurasaari Regionalpark und dem Freilichtmuseum wandelt man auf den Spuren finnischer Volkstradition. Hier werden traditionelle Volkstänze und Konzerte aufgeführt, und im Winter eignet sich der Park hervorragend zum Ski- und Schlittenfahren. Einen Besuch wert ist auch der Botanische Garten der Universität von Helsinki.

Urlaubsziele: Espoo (Esbo), Helsinki (Helsingfors) und Vantaa (Vanda).



 
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