Griechenland
Peloponnes

Korinth: Die alte Stadt wurde 1858 durch ein Erdbeben zerstört, wiederaufgebaut und 1928 durch ein weiteres Erdbeben erneut zerstört. Trotz seiner schönen Lage ist das moderne Korinth weniger bemerkenswert. Atemberaubend ist allerdings der Blick auf den Kanal von Korinth, der die einzige Landverbindung zwischen Zentralgriechenland und der Peloponnesischen Halbinsel ist. Alt-Korinth, die Hauptstadt des römischen Griechenlands, liegt am Fuße des Berges Akrokorinth. Südlich von Korinth, in dem Arahneogebirge hinter der Stadt Epidaurus, liegt das eindrucksvolle Epidaurustheater, das über eine sagenhafte Akustik verfügt. Hier finden an den Wochenenden im Juli und August die Festspiele des Epidaurus statt. Zu den archäologischen Sehenswürdigkeiten dieser Gegend zählen auch das berühmte Löwentor bei Mykene. Hier wurde 1876 die goldene Totenmaske des Agamemnon gefunden, die im Athener Nationalmuseum ausgestellt ist.

Von Korinth aus nach Nordwesten führt eine Küstenstraße zum beliebten Urlaubsort Xylokastron über die Dörfer Vrahati, Kokoni und Kiato. Hier hat man eine wunderbare Aussicht auf die Berge Parnassus und Elikon. Hinter der Kiato-Brücke führt eine Straße bergauf zu den weitläufigen Tannenwäldern in die Umgebung von Goura. Eine andere Bergstraße führt von Xylokastron aus ins Landesinnere in das erfrischende Klima von Trikala am Ziraberg, dem größten Skigebiet des Südens.

Die Westküste des Peloponnes gliedert sich in unzählige kleine Buchten und Sandstrände. Einige der Strände, einschließlich Katakolo und Agios Andreas (westlich von Pirgos) sowie Kourouta und Kilini (im Norden), verfügen über moderne Infrastruktur. Patras, die größte Stadt der Halbinsel und das »Tor zum Westen«, ist ein vielbesuchtes Industrie- und Handelszentrum. Westlich von Patras liegt Lapas, weiter südlich findet man die Strände Kourouta und Palouki. Ein Bus fährt einmal täglich nach Amaliada. In Kilini gibt es Mineralquellen, Kuranlagen, einige neue Hotels und einen schönen öffentlichen Strand. Östlich von Patras gibt es Strände in Psathopirgos, Lambiri, Longos, Selianitika, Kounoupeli und Kalogria. Ein kleiner Zug erklimmt die Vouraikos-Schlucht von Diakofto nach Kalavanta. Weitere Urlaubsorte: Vartholomio, Niko Leika (Egio), Lakopetra und Metoni. 77 km südöstlich von Patras führt eine Straße durch die atemberaubende Berglandschaft nach Kalavrita. Über die Bergstraße gelangt man nach Olympia, zum Ursprungsort der Olympischen Spiele, wo die olympische Flamme noch heute entzündet wird. Im Archäologischen Museum steht die berühmte Statue des Hermes des Praxiteles (330 v. Chr.) und im Museum der Olympischen Spiele wird die Geschichte der neuzeitlichen Olympiaden dokumentiert. Die Straße von Olympia Richtung Osten folgt dem Fluß Alfios durch die arkadischen Berge. Hier liegt das Kurbad Loutra. Hinter Isounda fällt die Straße respekteinflößende 300 m tief ab. Die Hauptstraße von Olympia nach Tripoli ist weniger heimtückisch und führt von den Bergen in die Ebene um Tripoli. In Bassae gibt es einen gut erhaltenen Apollotempel. In Kaifa liegt ein Kurbad mit heißen Quellen auf einer Insel im See. Die malerische Küstenlandschaft des westlichen Peloponnes bietet unzählige schöne Badestellen, vor allem zwischen Kilini und Kiparissia.

An der Ostküste, südlich von Korinth, gibt es Badestrände u. a. in Nea Kios, in der Nähe von Argos, im südlichen Assini Kosta und in Tolo. An der südlichen Spitze des »Daumens« der Halbinsel, südöstlich von Korinth, liegt Portoheli mit schönen und verhältnismäßig leeren Stränden. Die gut instandgehaltenen Straßen der Umgebung bieten sich für Ausflüge zu interessanten Ortschaften wie Nauplia und Epidaurus an. Nauplia ist eine gut erhaltene venezianische Stadt mit klassizistischen Bauten und verträumten Gäßchen.

Im Süden des Peloponnes war der mächtige Stadtstaat von Sparta im Altertum für sein strenges Regime bekannt. Sparta ist heute eine Provinzstadt mit Parkanlagen, breiten Alleen und friedlicher Atmosphäre. Wenig ist von der Antike übriggeblieben. In der Nähe der 44 km entfernt liegenden Stadt Mistra stößt man auf die Ruinen einer byzantinischen Stadt. Die Kirchen und Paläste sowie die Burg und das Freilichtmuseum ziehen viele Besucher an. Nördlich von Mistra erheben sich die Berge Taigetos und Parnon. Von der Hafenstadt Githio aus, südlich von Sparta, kann man die Mani-Region durchstreifen. In der Diros-Region gibt es Höhlen mit unterirdischen Seen und Flüssen bei Glifada und Alepotripa. KITHIRA, die Insel der Liebe und ihrer Göttin Aphrodite, liegt 14 Seemeilen vom Kap Maleas an der Südspitze der Peloponnes entfernt. In Agia Pelagia erstreckt sich ein wunderschöner breiter Badestrand. Die Inselhauptstadt Kithira liegt 30 km südlich von hier. Die Stadt liegt an einem Hang, weiter bergauf ragt eine venezianische Festung empor. Es gibt byzantinische Kirchen und Klöster, Tropfsteinhöhlen, kleine Seen und antike Tempel zu erkunden.



 
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