Portugal
Planícies

Dieses weitläufige Gebiet im Landesinneren besteht aus den Regionen Cova da Beira, Ribatejo, Alentejo, Monsaraz, Marvão, Moura und Monsanto. Überall in diesem fruchtbaren Agrargebiet kann man typische portugiesische Dörfer finden. Planícies ist die Kornkammer Portugals. Hier wachsen auch die Korkeichen, deren Borke zur Herstellung von Flaschenkorken und anderen Korkprodukten benutzt wird. Zu den Attraktionen dieser Gegend gehören eine Reihe bunter Folklore-Festivals; außerdem gibt es gute Angelmöglichkeiten. Wer Badefreuden genießen will, braucht nicht weit zu fahren. Die Costa Dourada mit den einsamen Stränden von Alentejo ist schnell erreicht.

Abrantes wird von einer Burg überragt, von der man einen herrlichen Blick hat. Im Städtchen Sardoal scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Castelo de Bode am Südende eines großen Reservoirs, knapp 15 km von Tomar entfernt, bietet gute Fischgründe. Santarem liegt auf sieben Hügeln und gewährt einen schönen Blick auf die fruchtbare Ribatejo-Ebene. Erwähnenswert sind die zahlreichen Kirchen, darunter vor allem die anmutige Igreja de Marvila und die Kathedrale. Wunderschön ist auch die gotische Igreja da Graça mit der eindrucksvollen Fensterrosette. Die ältesten Stücke des Archäologischen Museums stammen aus der Römerzeit. Durch die Portas do Sol tritt man in einen wundervollen Garten mit Ausblick auf den Tejo und die weite Ebene des Ribatejo. Die Region Alentejo liegt auf dem Weg von Lissabon Richtung Süden zu den Stränden der Algarve. Mit alten Korkeichen und Oliven bewachsene Ebenen prägen das Landschaftsbild. Kaum jemand weiß, daß die zahlreichen Dolmen und Menhire der Gegend älter sind als die ungleich bekannteren in der Bretagne. Eine Broschüre, in der die Standorte verzeichnet sind, ist u. a. vom Verkehrsamt in Evora (s. u.) erhältlich. Der Dolmen von Zambujeiro ist der größte der Iberischen Halbinsel. Weitere Reize dieses beschaulichen Landstrichs sind die vielen mittelalterlichen Städte und die interessanten Ruinen aus der Römerzeit. Die Unterkunftsmöglichkeiten sind allerdings noch recht begrenzt. Eine der schönsten Städte der für ihre Töpferwaren bekannten Region ist das Kulturzentrum Evora, das zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde. Eine Vielzahl schöner Bauwerke erwartet den Besucher, darunter der Römische Tempel und das Museu de Evora gleich gegenüber, das im ehemaligen Erzbischöflichen Palais untergebracht ist (Skulpturen und Gemälde). Sehenswert ist auch die in der Renaissance erbaute Jesuitenuniversität. Die Kathedrale wurde nach 64 Jahren Bauzeit 1250 fertiggestellt. Die Wände im Gebäudeinneren schmücken die vielleicht schönsten Azulejos ganz Portugals. Estremoz ist ein bunter Marktflecken mit steilen, von weißen Häusern gesäumten, Gäßchen. In Monsaraz unweit der spanischen Grenze ist das maurische Erbe unverkennbar. Die Hauptstraße verläuft vom Stadttor hinauf zur Burg (13. Jh.). Vila Viçosa erfreut das Auge durch seine von Orangen- und Limonenbäumen eingefaßten Straßen und Esplanaden. Der grandiose Paço Ducal, das Fürstenpalais, war seit seiner Fertigstellung 1601 Sommerresidenz der portugiesischen Könige. Der alte römische Bade- und Kurort Castelo de Vide ist eine der reizvollsten Städte Portugals. Eine Burg thront über der Stadt und bietet einen unvergeßlichen Blick auf die Dächer des Ortes und weiter auf Berge und Wälder. Das alte jüdische Ghetto, das Judiaria, besteht aus winzigen verzweigten Gäßchen mit Kopfsteinpflaster. Am Platz des Dom Pedro V. mit seinen prächtigen Villen gilt es, die Igreja de Santa Maria zu besichtigen. Marvão klammert sich förmlich an den 850 m hohen Granitfelsen, auf dem es liegt, und ist ganz von einer Stadtmauer umgeben. Zugang erhält man durch das mittelalterliche Stadttor. Auch hier gibt es eine alte Festung, schöne Kirchen und Häuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Von der Festung hat man eine gute Fernsicht und kann an klaren Tagen bis zur Serra de Estrela sehen.

Urlaubsorte: Alcácer do Sal, Alter do Chão, Beja, Benavente, Campo Maior, Castanheira, Castelo de Vide, Caxarias, Charneca do Infantado, Coruche, Elvas, Estremoz, Évora, Ferreira do Alentejo, Grândola, Lagoa de Santo André, Marvão, Minde, Monsaraz, Monte das Flores, Montemor-o-Novo, Moura Ponte do Sôr, Portalegre, Rio Maior, Santa Clara-a-Velha, Santarém, Santiago do Cacém, Serpa, Sines, Tomar, Torrão, die Costa Alentejana von Troia bis zur Algarve, Sines und Vila Nova de Milfontes.


 
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