Albanien
Wirtschaftsprofil

WIRTSCHAFT: Albanien ist das ärmste Land Europas und kämpft im Anpassungsprozeß an das moderne Europa mit großen Schwierigkeiten, die zum Teil noch von der Zeit stalinistischer Isolation herrühren. Seit dem Zusammenbruch des staatlichen Zentralismus 1991 wurde die Privatisierung strategischer Wirtschaftsbereiche wie Bergbau und Bankensektor eingeleitet. Das Land ist reich an Bodenschätzen. Die ergiebigen Lagerstätten von Chrom (Albanien zählt zu den weltgrößten Chromproduzenten), Kupfer, Nickel und Eisenerz sind nur unvollkommen erschlossen. Gefördert werden daneben Erdöl und Bitumen, Braunkohle, Bauxit, Gips und Salze. 58% der Beschäftigten sind in der Landwirtschaft tätig und bei der Entstehung des Bruttoinlandsprodukts hält der Landwirtschaftssektor einen Anteil von 40%. Große Hoffnungen werden auf die beginnende Tourismuswirtschaft gesetzt. Die Regierung ist um ausländische Investitionen bemüht, erste wirtschaftliche Erfolge wie beispielsweise Jointventures mit ausländischen Reiseveranstaltern wurden jedoch durch die Unruhen 1997 zunichtegemacht. Die Stabilisierung der gesellschaftlichen Strukturen und politischen Verhältnisse wird noch länger andauern. Energieknappheit und die schlechte Infrastruktur hemmen das Wirtschaftswachstum. Seit 1998 sind jedoch erste Erfolge des internationalen Wiederaufbauprogramms spürbar, so konnte Albanien in den vergangenen Jahren ein jährliches Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 8 % und einen kontinuierlichen Rückgang des Haushaltsdefizits verzeichnen. Die wichtigsten Exportgüter sind Textilien, Lederwaren und Landwirtschaftsprodukte. Haupthandelspartner sind Italien, Griechenland und Deutschland. Albanien ist Mitglied des Internationalen Währungsfonds, der Weltbank und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Im September 2000 trat Albanien der World Trade Organisation (WTO) bei.

GESCHÄFTSVERKEHR: Repräsentatives Auftreten und äußerliche Indikatoren (von der gewählten Unterkunft bis zum Marken-Image) werden beachtet. Visitenkarten sind üblich. Rechtzeitige Terminvereinbarung ist empfehlenswert. Bei ausländischen Besuchern ist man auf Pünktlichkeit eingestellt. Geschäftszeiten: Mo-Fr 07.30-15.30 Uhr (Behörden und Banken bis 12.00 Uhr). Bei Handel und Gewerbe werden lange Mittagspausen gehalten.

Kontaktadressen: Handelsabteilung der Botschaft der Republik Albanien, Friedrichstraße 231, D-10969 Berlin. Tel: (030) 25 93 05 30. Fax: (030) 25 93 05 99. (E-Mail: albanische.botschaft@microcall.de)
Handelsabteilung der Botschaft der Republik Albanien,
An den langen Lüssen 1/6/1, A-1190 Wien. Tel: (01) 328 86 11. Fax: (01) 328 86 58. (E-Mail: barbullushi@compuserve.com)
Dhoma e Tregtisë (Dachverband der albanischen Industrie- und Handelskammern), Rruga Kavajes 6, Tirana. Tel/Fax: (042) 2 29 34. (E-Mail: uccial@abissnet.com.al)


 
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