WIRTSCHAFT: Die Landwirtschaft hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung verloren und erbringt nur noch etwa 8% des Bruttoinlandproduktes. Weizen, Mais, Gerste, Kartoffeln, Weintrauben und Tabak sind die wichtigsten Erzeugnisse. Bulgarien ist einer der führenden Weinexporteure. Die landwirtschaftlichen Großbetriebe sind relativ leistungsfähig, eine weitere Mechanisierung der Nahrungsmittelverarbeitung ist vorgesehen. Das Land verfügt über die Bodenschätze Kohle, Eisenerz, Kupfer, Mangan und Zink. Kohle und Ferngas, das per Pipeline aus der Russischen Föderation geliefert wird, decken den Energiebedarf; ein Ausbau der Kernenergie durch Bau von Atomkraftwerken wird angestrebt. Die Industrie konzentriert sich auf die Bereiche Maschinenbau, Metallverarbeitung, Textilindustrie, Chemie, Glas- und Porzellanindustrie, Kohleförderung und Stahlproduktion. Bedeutend ist auch die Produktion von Transportmitteln wie Lastwagen und Gabelstaplern. Tourismus und Güterfernverkehr sind wichtige Devisenbringer. Die Prognosen für die Tourismusindustrie sind angesichts der guten Wintersportmöglichkeiten, der Badestrände an der Schwarzmeerküste und der vielen Kulturschätze langfristig gut, obwohl ein Ausbau der Infrastruktur notwendig ist. Die 1992 eingeleitete Privatisierung der Wirtschaft schreitet voran, der Anteil des Privatsektors an der Wirtschaftsleistung wird mittlerweile auf fast zwei Drittel geschätzt. Negative Folgen dieser Strukturreformen waren znächst Hyperinflation und ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Mittlerweile ist die Inflation unter Kontrolle gebracht (1999 ca. 6%). Allmählich beginnen ausländische Investoren, sich für Bulgarien zu interessieren; insbesondere der Tourismussektor bietet gute Entwicklungschancen. 1997 wurde der Wert des bulgarischen Lew an die Deutsche Mark gebunden. Kredite des Internationalen Währungsfonds und der EU sowie verbesserte Investitionsbedingungen lassen auf eine Verbesserung der Wirtschaftslage hoffen, während die hohe Arbeitslosigkeit und die Armut großer Bevölkerungsschichten weiterhin problematisch sind. Die Russische Föderation ist nach wie vor Bulgariens wichtigster Handelspartner, gefolgt von Deutschland, Italien, Griechenland, Frankreich und der Türkei. GESCHÄFTSVERKEHR: Termine sollten im voraus vereinbart werden. Es ist üblich, bulgarische Geschäftspartner zum Essen einzuladen. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-18.00 Uhr. Kontaktadressen: Wirtschafts- und Handelsabteilung der Bulgarischen Botschaft, Mauerstraße 11, D-10117 Berlin. Tel/Fax: (030) 201 21 07. Handelsabteilung der Bulgarischen Botschaft, Bernastraße 2, CH-3005 Bern. Tel: (031) 351 14 55. Fax: (031) 351 00 64. (E-Mail: bulembassy@bluewin.ch) Handelskammer Schweiz-Mitteleuropa, c/o SOFI, Stauffacherstraße 45, CH-9026 Zürich. Tel: (01) 249 48 80. Fax: (01) 249 49 66. (Internet: www.sec-chamber.ch) Bulgarische Industrie- und Handelskammer, Ul. Parchevich 42, 1000 Sofia. Tel: (02) 987 26 31. Fax: (02) 987 32 09. (E-Mail: bcci@bcci.bg; Internet: www.bcci.bg) |