WirtschaftsprofilWIRTSCHAFT: Finnland ist ein hochindustrialisiertes Land, in dem eine Vielfalt an Industrie- und Konsumgütern produziert wird. Die Holzverarbeitung ist der einträglichste Wirtschaftszweig, ca. 40% des Exports besteht aus Nutzholz und Produkten der holzverarbeitenden Industrie. Die Wirtschaft reagiert daher empfindlich auf Schwankungen der Weltmarktpreise und Nachfrage für Holz, Papier und Möbel. Auch die Landwirtschaft spielt eine Rolle. Bedingt durch die geographische und klimatische Lage ist die jährliche Wachstumszeit allerdings recht kurz; der Eigenbedarf kann jedoch gedeckt werden. Ausgleichszahlungen aus dem EU-Strukturfonds sind vorgesehen, um die Folgen der Anpassung an EU-Agrarpreise zu mindern. Der größte industrielle Wirtschaftszweig ist der Maschinenbau, für den jedoch viele Rohstoffe eingeführt werden müssen. Exportiert werden auch Produkte der chemischen Industrie sowie Metallerze und Textilien. Zahlreiche Konsumgüter müssen importiert werden. Der Dienstleistungssektor ist bekannt für das enorme Wachstum auf dem Sektor mobiler Kommunikationstechnologie, der als Arbeitgeber immer wichtiger wird. Finnlands Lage und politische Neutralität begünstigen die Handelsbeziehungen mit Ost und West; in der GUS und in Osteuropa eröffnen sich durch die jüngsten Entwicklungen langfristig neue Handelsmöglichkeiten. Das Handelsvolumen mit den GUS ging zunächst allerdings drastisch zurück. Die weltweite Rezession macht auch der finnischen Wirtschaft zu schaffen, die Arbeitslosigkeit ist hoch (1997: 14,5%). Die wichtigsten Handelspartner sind Deutschland, Schweden, Großbritannien, Frankreich, Niederlande, die GUS und die USA. Seit 1995 ist Finnland Mitglied der Europäischen Union. GESCHÄFTSVERKEHR: Anzug und Krawatte bzw. Kostüm. Finnische Geschäftsleute sprechen meist Englisch oder Deutsch. Fremdenverkehrsämter und Reisebüros können Dolmetscher vermitteln und mit Übersetzungen behilflich sein. Auf Pünktlichkeit wird großen Wert gelegt. Visitenkarten sind üblich. Die beste Zeit für Geschäftsreisen ist zwischen Februar und Mai und zwischen Oktober und Dezember. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-16.15 Uhr. Kontaktadressen: Finnisches Außenhandelsbüro, Schleißheimerstraße 2, D-80333 München. Tel: (089) 542 64 70. Fax: (089) 52 71 80. (E-Mail: munich@finpro.fi; Internet: www.finpro.fi). Weitere Außenhandelsbüros in Berlin (Tel: (030) 882 77 27. E-Mail: berlin@finpro.fi) und Hamburg (Tel: (040) 357 52 20. E-Mail: hamburg@finpro.fi). Außenhandelsstelle der Finnischen Botschaft, Gonzagagasse 16/8, A-1010 Wien. Tel: (01) 535 61 60-0. Fax: (01) 535 57 14. (E-Mail: austria@finpro.fi) Finnland-Schweiz Handelskammer, Räffelstraße 20, CH-8045 Zürich. Tel: (01) 383 07 73. Fax: (01) 383 07 16. Keskuskauppakamari (Vereinigung der Finnischen Handelskammern), Aleksanterinkatu 17, PO Box 1000, SF-00100 Helsinki. Tel: (09) 69 69 69. Fax: (09) 65 03 03. (E-Mail: keskuskauppakamari@wtc.fi; Internet: www.keskuskauppakamari.fi) KONFERENZEN/TAGUNGEN: Finnland gehört zu den 20 Spitzenreitern unter den Tagungsländern weltweit. Informationen vom Helsinki-Finland Congress Bureau, Fabianinkatu 4B 11, SF-00130 Helsinki. Tel: (09) 668 95 40. Fax: (09) 66 89 54 10. (E-Mail: hfcb@hfcb.fi; Internet: www.hfcb.fi) Außerdem sind Konferenzabteilungen der Reisebüros und spezielle Konferenzveranstalter behilflich. Näheres von der Finnischen Zentrale für Tourismus (s. Adressen). |