WIRTSCHAFT: Frankreich ist nach den USA, Japan und Deutschland die viertgrößte Wirtschaftsmacht und eine Industrie-, Handels- und Agrarnation. Landwirtschaft, Leicht- und Schwerindustrie, Spitzentechnologie und ein wachsender Dienstleistungssektor spielen für die Gesamtwirtschaft eine wichtige Rolle. Frankreich ist die führende Agrarnation Westeuropas. Es wird vornehmlich Weizen angebaut, aber auch Mais, Zuckerrüben und Gerste. Die reichen Erträge decken den Inlandsbedarf und ermöglichen den Export landwirtschaftlicher Produkte. Die Viehzucht gewinnt immer mehr an Bedeutung. Frankreich ist nach Italien der zweitgrößte Weinproduzent der Welt. Trotz mancher Kritik seitens einiger EU-Partnerländer, u. a. Großbritanniens, an der vermeintlich zu geringen Produktivität der Landwirtschaft verzeichnet dieser Sektor regelmäßig hohe Gewinne, und die Ausfuhr landwirtschaftlicher Produkte ist relativ hoch. Die französischen Konzerne der Stahl- und Automobilindustrie, des Flugzeugbaus, der Elektro- und Maschinenbauindustrie, der Textil- und Nahrungsmittelindustrie sowie der chemischen Industrie haben weiter internationale Geltung. 80% des Energiebedarfes werden von Kernkraftwerken gedeckt, der Kohlebergbau ist fast vollständig verschwunden. Frankreich ist führend auf dem Gebiet der Fernmeldetechnik und Datenverarbeitung. Die Tourismusindustrie ist der wichtigste Arbeitgeber und bringt die meisten Devisen. Frankreich ist immer noch das beliebteste Reiseland der Welt (2000 kamen über 75 Mio. Touristen), die meisten Besucher kommen aus Deutschland, gefolgt von Großbritannien und Italien. Hauptziele der Wirtschaftspolitik in den letzten Jahren waren die Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit, vor allem unter Jugendlichen, und die Privatisierung von staatlichen Unternehmen. 1999 wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 2,9%. Die Arbeitslosenquote fiel 2000 unter 10%. Frankreichs Haupthandelspartner innerhalb der EU sind Deutschland, Belgien, Italien, Spanien und Großbritannien und außerhalb der EU vor allem die USA und Japan. GESCHÄFTSVERKEHR: Korrekte Kleidung wird erwartet. Vorherige Terminvereinbarung und Visitenkarten sind üblich. Französischkenntnisse sind von Vorteil, es gilt als unhöflich, ein Gespräch auf Französisch anzufangen und dann in der Muttersprache weiterzuführen. Bei geschäftlichen Treffen geht es meistens formell zu. Entscheidungen über Geschäftsabschlüsse werden nach langen und sorgfältigen Überlegungen getroffen, genaues Datenmaterial sollte vorgelegt werden. Geschäftsessen finden in der Regel in Restaurants statt. Mitte Juli bis Mitte September sind für Geschäftsreisen nicht geeignet. Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-12.00 und 14.00-18.00 Uhr. Kontaktadressen: Französische Handelsdelegation (Maison de la France), Kurfürstendamm 211, D-10719 Berlin, Postfach 150624, D-10668 Berlin. Tel: (030) 885 74 10. Fax: (030) 883 33 10. (E-Mail: berlin@dree.org; Internet: www.dree.org/allemagne) Französisch-Österreichische Handelskammer, Am Heumarkt 10, A-1030 Wien. Tel: (01) 71 14 73 18. Fax: (01) 713 39 81. (E-Mail: ccfa@ccfa.at; Internet: www.ccfa.at) Chambre France-Suisse pour le Commerce et l’Industrie, Beckenhofstraße 58, Postfach 344, CH-8035 Zürich. Tel: (01) 363 55 54. Fax: (01) 363 56 32. (E-Mail: zurich@cfsci.ch; Internet: www.cfsci.ch) Chambre de Commerce et d’Industrie de Paris, 2 Rue de Viarnes, F-75001 Paris, Cedex 08. Tel: (01) 55 65 55 65. Fax: (01) 55 65 39 66. (Internet: www.ccip.fr) KONFERENZEN/TAGUNGEN: In Paris werden weltweit die meisten Konferenzen abgehalten, und mit einer Kapazität von bis zu 100.000 Teilnehmern stehen mehr Plätze zur Verfügung als in irgendeiner anderen Stadt. An der Riviera sind Nizza und Cannes besonders beliebt, das Akropolis-Zentrum in Nizza ist das größte Kongreßzentrum Europas. Weitere Zentren gibt es in Lyon, Straßburg und Marseilles. Über 80 Städte, Departements, Hotels, Konferenzzentren und andere Organisationen sind Mitglieder des Interessenverbandes CFTAR, der Geschäftsreisen ausrichtet und Tagungsstätten zur Verfügung stellt. Anfragen sollten an eine der Maisons de la France (s. Adressen) gerichtet werden. |